Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Work & Travel Kanada

 
21Mai
2014

Das Beste kommt zum Schluss...

Wenn ihr das lest, sind wir wieder wohl und munter auf deutschem Boden gelandet! Wir hoffen, ihr nehmt uns unsere Überraschung nicht übel, sondern freut euch, dass wir eher gelandet sind. Die nächsten Wochen gibt es einiges zu regeln und erledigen, daher sind auch wir froh, wieder zuhause zu sein und einen neuen Lebensabschnitt in Angriff zu nehmen.

Aber jetzt erst mal zu dem Teil, auf den ich mich persönlich am meisten gefreut habe: die Reise nach Chile!

Nach einer unbequemen Nacht auf dem Flughafenboden sind wir gleich morgens nach Vina del Mar ans Meer gefahren, um die letzten sonnigen Tage zu genießen. Anfang April hatten wir da auch noch richtig Glück, denn danach wurde das Wetter tatsächlich immer schlechter...

 

Einen Tag sind wir dann ins benachbarte Valparaiso gefahren und haben uns dort umgesehen.

Hafenpromenade

Nach ein paar erholsamen Tagen sind wir weiter nach Bulnes zum Weingut Männle gefahren, die uns für einige Zeit aufnehmen wollten. Naja, aus geplanten 2-3 Wochen sind ganze 6 geworden!

Aber es war auch einfach wirklich schön. Wir haben ein bisschen beim Herbsten geholfen

Blick bis in die Anden!

und viele viele gute Sachen gegessen.

Wir haben einen sonnigen Tag in Chillan mit Bummeln und Eis essen verbracht

und ein weiteres sonniges Wochenende in Pucon. Nachdem wir durch die Stadt, die übrigens wunderschön gestaltet ist, gebummelt sind

haben wir gleich für den nächsten Tag eine Tour auf den Volcano Villarica gebucht!

Dann sind wir noch am Lago Villarica entlang spaziert und auf einen Friedhof, von wo aus man einen tollen Blick über das kleine Pucon hatte.

 

Der Sonntag morgen begann ziemlich früh für uns! So früh, dass wir uns den Sonnenaufgang schon am Fuße des Vulkans ansehen konnten.
Ich lasse einfach die Bilder sprechen (Untertitel erscheint beim Anklicken der Bilder). Es war ein sehr schöner, wenn auch ziemlich anstrengender Tag. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt, Clemens hat ein paar schöne Bilder des rauchenden Kraters machen können und wurde mit einer schönen Rutschpartie durch den Schnee hinunter belohnt.

Soo früh am Morgen... Sunrise Challenge accepted (auch wenn man den Vulkan fast nicht erkennt...) In voller Montur Blick von oben Der erste Schnee... ... also wird die Ausrüstung angepasst Nicht mehr lange Nadine bleibt hier zurück... ... die anderen machen sich im Entenmarsch an die noch 1,5-Stunden dauernde Erklimmung des Gipfels Der Krater ist in Sicht Blick von ganz oben!  Endlich :) Kaum ist man oben... ...geht es auf dem Popo auch wieder nach unten Challenge done!

Auf dem Rückweg nach Bulnes haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Temuco gemacht, um uns den Handwerksmarkt anzusehen. Da wir nur 3 Stunden Aufenthalt hatten, konnten wir nur in der Innenstadt bleiben. Den Markt habe ich irgendwie größer in Erinnerung und Downtown Temuco hat auch nicht wirklich viel zu bieten. Als Entschädigung gab es noch ein großes Eis, bis der Bus weiterfuhr.
An dem Abend habe ich dann auch meine Spanischkenntnisse (wenn man es so nennen kann) anwenden können und ich habe es stolz geschafft, dass der Busfahrer uns am Autobahnkreuz vor Bulnes rauslässt, statt nach Chillan durchzufahren, was uns nochmal Zeit und Geld gekostet hätte ;)

Die letzte Woche bei Männles haben wir nicht mehr viel gemacht, das Herbsten ist größtenteils geschafft und so haben wir nur Marias Kochkünste genossen und uns auf die Rückfahrt vorbereitet. Als der Tag der Abreise gekommen war, waren wir doch ein bisschen wehmütig, schließlich gewöhnt man sich in 6 Wochen an eine Familie und deren Alltag.
Vielen Dank für alles, die Zeit bei euch war sehr schön und wir sind sehr glücklich darüber, für eine kurze Zeit ein Part der Familie gewesen sein zu dürfen!

Für die letzten 2 Tage in Santiago hatten wir uns nicht mehr viel vorgenommen und wir hatten auch keine große Lust mehr darauf, eine weitere Großstadt zu besichtigen. Zudem war am Mittwoch ein Feiertag und so sind wir mittags nur ein bisschen durch die Stadt gebummelt.

  Regierungsgebäude Cerro Santa Lucia Blick über einen Teil Santiagos vom Cerro Santa Lucia Die Anden im Hintergrund sind beeindruckend

Am Donnerstag sind wir nochmal in die Innenstadt, aber es war die Hölle los! Da es recht sonnig war, haben wir uns eine Donut-Box gegönnt, uns damit in die Sonne vor dem Regierungsgebäude gesetzt und ein paar letzte chilenische Sonnenstrahlen genossen.
Abends ging es dann nach dem Essen rechtzeitig an den Flughafen, wo natürlich noch eine letzte Aufregung sein musste.
WARUM KANN DENN NICHT EINMAL ETWAS GLEICH SO LAUFEN WIE ES SOLL?
Als wir unsere Rucksäcke am Check-In abgeben wollten, konnten sie uns nur ein Ticket für Clemens ausstellen, für mich hatten sie keinen Sitzplatz mehr in der Maschine und ich sollte zum Zeitpunkt des Boardings nochmal kommen, dann würde man sehen, was man für mich machen kann. Ich dachte erst, das wäre ein schlechter Scherz, aber am Ende ist dann doch noch alles gut gegangen, auch wenn wir bis Panama nicht beieinander sitzen konnten.
Als wir im Flieger saßen, waren wir beide ziemlich froh, dass es nach Hause gehen sollte.
Und das sind wir immer noch, auch wenn die vergangenen 8 Monate wirklich schön für uns waren , wir einiges gelernt und gesehen haben und es uns wahrscheinlich schwer fällt, zuhause unsere liebgewonnene Freiheit wieder aufzugeben.

 

 

 

 

07April
2014

Bolivien - Sucre

Ja, es ist schon wieder eine Weile her, dass wir euch mit Nachrichten und Bildern versorgt haben. Aber es ist einfach auch mal schön, nichts zu machen und das Leben zu genießen. Und wenn man nicht überall Internet hat, muss man sich manchmal überwinden auf die Wiese gegenüber zu setzen und von Mücken verstochen zu werden, um einen Blogeintrag zu schreiben. Aber was muss das muss und da wir heute schönes Wetter haben ist das euer Glückstag. Ich mache jetzt mal da weiter, wo wir aufgehört haben, damit ich die Reihenfolge nicht durcheinander bringe.

Dass wir Anna in Sucre, Bolivien während ihres Freiwilligendienstes besuchten, hat sich irgendwie so ergeben. Wir waren ja eh schon in der Richtung unterwegs, warum also auch nicht. Da sie in einem Hostel untergebracht war, hatten wir also auch gleich eine Unterkunft. Und da wir überhaupt nichts besseres zu tun hatten, sind wir einfach mal Mitte März für 2 Wochen (und 1 unfreiwilligen Tag) dort geblieben.

In der Zeit haben wir, neben viiiiel Urlaub und Entspannen, auch ein bisschen Sucre und die Umgebung angeschaut. (Zum besseren Vergleich schreibe ich neben ein paar Dinge ein paar Preise.) Die erste Woche hatten wir auch noch richtig Glück mit dem Wetter, sodass wir an Annas freiem Nachmittag zu Wasserfällen gelaufen sind. Und siehe da, es war sogar etwas Wasser vorhanden, auch wenn es keine 'richtigen' Wasserfälle waren, sondern eher kleine Bächle.

Hier sieht man die Alegria, das kleine Außendorf von Sucre, wo Anna morgens Vorschüler unterrichtet. Dort sind wir losgelaufen.

Nach nur 20 Minuten Busfahrt aus Sucre und 10 Minuten zu Fuß steht man in dieser Landschaft. Und nach einem steilen Abstieg hatten wir es dann auch erreicht. Fragt bitte nicht, warum man das als Wasserfälle bezeichnet, wir sind auch nicht dahinter gestiegen, aber Anna meinte, wir hätten noch Glück gehabt, sie war bisher nur dort, als es überhaupt kein Wasser drin gab.

 

Also sind wir ein bisschen in den Felsen am Flussbett entlang geklettert, haben uns ein schönes schattiges Plätzchen gesucht und haben Mittagspause gehalten. Dabei hat sie uns allerlei Geschichten aus ihren 7 Monaten in Bolivien erzählt und es war einfach schön, mal wieder jemanden aus der Heimat zu treffen :) (An ihrem 'Hochdeutsch' haben wir gearbeitet, es ist Hoffnung zu verzeichnen!)

Am Samstag ist die Mannschaft mit uns auf einen bolivianischen Friedhof, der weniger als Ruhestätte, sondern mehr als Ausflugsort und Touri-Hotspot gilt. Auf den ersten Blick sieht es etwas ungewohnt aus, da es keine Gräber gibt, wie wir es kennen, sondern Gebäude, in die der Sarg/die Urne geschoben wird. So muss man sich nicht mit Erde und Blümchen rumschlagen, sondern gestaltet ein kleines Fenster. Außerdem gibt es viele Familiengruften und -gräber.

Da gerade ein Trauermarsch durch den Friedhof zog, haben wir bald umgedreht. Das schöne Wetter wollten wir nutzen, um die Recoleta, eine Aussichtsplattform eines Klosters, zu besteigen. Auf knapp 3000 Höhenmetern einen 80-Grad-Anstieg zu machen... was waren wir froh, als wir oben angekommen waren ;)

Nach einem ausgiebigen Fotoshooting von Sucre

 

La Recoleta Das einzige Hochhaus in Sucre

haben wir uns im Garten des Recoleta-Cafes mit Jugos (verschiedenen Säften, ca. 1,50€) und einer Portion Pasta mit Pesto (4€) und einem Erdbeer-Dessert (1,80€) vom Anstieg erholt. Fotos sind leider keine vorhanden, als ich dran gedacht habe, war der Teller schon leer. Ups.

Abends waren wir dann das erste Mal seit Langem wieder in einer Bar was trinken. Details möchten hierbei nicht erwähnt werden, aber wir haben in der Happy Hour (die den ganzen Abend lang gilt) 2 Cocktails für 1,80€ getrunken.

Am Sonntag sind wir mit Anna und Marie ins 1,5 Stunden entfernete Tarabuco (1€/Person mit dem Truffi) auf einen wunderschönen Markt gefahren, auf dem Gringos allerhand Kruscht als Andenken kaufen können, mit dem kein Bolivianer rumläuft. Und haben das Geschäft unseres Lebens gemacht, auch wenn wir jetzt die verbleibenden Wochen mit schweren Rucksäcken rumlaufen müssen - es hat sich gelohnt! Wir haben jeweils einen Alpaka/Lama-Pulli, eine Echtlederhandtasche und -geldbeutel, sowie einen Schal für mich und einen Filzhut für Clemens für zusammen 63€ erbeutet!

Damit uns auch wirklich nicht langweilig wird, haben wir natürlich auch Sucre besichtigt. Die Stadt ist wirklich schön, hat viele tolle Gebäude, darunter einige schöne Kirchen und Parks. Wir sind einfach querfeldein gelaufen und haben alles geknipst, was uns gefallen hat. Deshalb gebe ich keine Garantie auf Richtigkeit ;)

 

Die Innenstadt ist wirklich wunderschön und besteht fast nur aus diesen weißen Steingebäuden. Aber das Beste sind die Zebras, die die Fußgänger an der Plaza über die Zebrastreifen winken, damit diese besser beachtet werden. Zum Schießen!

Auf dem Rückweg unserer Stadterkundungstour haben wir uns natürlich glatt verlaufen, wurden aber wieder mit einem schönen Blick über Sucre belohnt.

Die Märkte sind einfach auch unglaublich. Es gibt nichts, das man dort nicht kaufen kann. Das war für uns Supermarkt-Freaks zwar etwas ungewöhnlich, aber wir hatten den Dreh schnell raus und waren somit immer mit leckeren frischen Früchten ausgestattet. Und wie billig das alles war... Wir haben meistens nicht einmal gehandelt, weil es schon der absolute Witz war. Für 12 Bananen, 10 Kaktusfeigen, ein paar Äpfeln und ein Kilo Nektarinen haben wir nicht mehr als 5 Euro bezahlt ;)

Was man uns nicht geraten hat, war Fleisch auf dem Markt zu kaufen. Aber das hätte man sich spätestens in der Markthalle sowieso 2mal überlegt. Ungekühltes, schon angelaufenes Fleisch? Nein danke! Also haben wir meistens nur eine Kleinigkeit im Hostel gegessen oder waren auswärts in einem billigen Restaurant, das ich jedem sowohl als Bar, als auch als Restaurant empfehlen kann, der in Sucre essen gehen will! Wir waren 3 Mal in einer Woche dort und haben zusammen für 8-10 Euro gegessen und getrunken (mit Nachtisch)! ;) Und der Burger war der allerbeste, den wir bisher gegessen haben!

Aber auch das Cafe, das Anna uns empfohlen hat war superlecker!

Croque Monsieur mit Pommes 3€ Oreo-Käsekuchen 1,50€

Und am letzten Wochenende waren wir alle zusammen Lomo essen, was einfach nur genial war! Für 5 Euro hat jeder ca. 300 Gramm leckerstes Fleisch verdrückt, dazu gab es Brot und Salatbuffet und Kartoffelecken.

Wie ihr seht, ist in den 2 Wochen nichts zu kurz gekommen und wir hatten eine schöne Zeit mit netten Leuten und gutem Essen. Was will man mehr ;)

Doch so ganz ohne Zwischenfälle konnte Bolivien uns dann doch nicht gehen lassen und so haben wir 1 Stunde vor der Busfahrt erfahren, dass es eine Generalblockade zwischen Sucre und La Paz gibt, die einen Tag oder auch eine Woche anhalten konnte. Also mussten wir einen Tag vor dem Flug nach Chile einen Flug nach La Paz organisieren, doch es war kein einziger Platz frei, sodass wir über Nacht von Sucre nach Cochabamba fuhren und von dort aus mittags (mit Verspätung!!) nach La Paz. Dort sind wir dann auch nicht am internationalen Flughafen angekommen sondern am Militärflughafen. Doch wir waren anscheinend nicht die einzigen, denn wir haben eine chilenische Familie getroffen, die sogar ein bisschen Englisch konnten und die einen Shuttle zum Flughafen organisiert haben ;) Am Schalter der Fluggesellschaft haben wir dann erfahren, dass sie den Flug einfach mal eine Stunde vorverlegt hatten, wir davon nichts wussten und wir somit 5 Minuten vor Schließung des Schalters noch eingecheckt haben. Da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen haben, waren wir dann einfach nur froh am Gate unsere letzten Bolivianos in Essen und Getränke anzulegen und als wir im Flugzeug Richtung Chile saßen, war die Welt wieder halbwegs in Ordnung.

Eine verrückte Truppe :) Der Mann mit seinem neuen Hut ;) ENDLICH glücklich auf dem Weg nach Chile!

 

25März
2014

Spanisch

Ihr fragt euch, wie wir hier mit unseren nicht vorhandenen Spanischkenntnissen zurecht kommen?

Ja, das frage ich mich auch. Sagen wir so, es muss halt irgendwie gehen. Die Leute sprechen nämlich weder Englisch noch Französisch, geschweige denn Deutsch. Mein Italienisch hilft wohl, Gespräche und auch einzelne Wörter zu entschlüsseln, aber beim Sprechen hilft es genau gar nichts. Außer, dass ich, wenn ich zurück komme, weder Spanisch noch Italienisch kann.

Zum Glück haben wir hier in Sucre die liebe Anna, die für uns auf dem Markt verhandelt, einkauft, mit uns Bus fährt und im Restaurant übersetzt und bestellt. So ein persönlicher Dolmetscher hat wirklich Vorteile ;)

Aber wir haben uns auch schon einige Ausdrücke angewöhnt, um wenigstens so zu tun, als ob wir es voll drauf hätten. So können wir alleine essen gehen, Bus fahren und einkaufen (zumindest im Supermarkt und beim Bäcker). Unser Spanisch-Wortschatz umfasst inzwischen einige Zahlen, ein paar Früchte, 'parada' um den Bus anzuhalten und einige Lebensmittel, sowie 'bitte', 'danke', 'hallo', 'tschüss', 'Guten Morgen' und 'Guten Abend' und das wichtigste überhaupt: 'Die Rechnung bitte!'

So viel dazu.

18März
2014

Cusco & Puno

Unsere Südamerika-Reise geht weiter!

Zeitlich etwas versetzt, aber das macht ja nichts.

Die 21 Stunden Busfahrt von Lima nach Cusco sind kein Vergnügen, wirklich nicht. Das kann man nur Leuten raten, die Reisekrankheiten nur vom Hörensagen kennen... (Wozu ich ja leider nicht gehöre...) Was war ich froh, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte! Clemens hat auf dem Weg ein paar Bilder gemacht, ich war total ausgeknockt und zu nichts mehr fähig. Anhand der Straßenführung könnt ihr erahnen wieso ;)



In Cusco, einer Bergstadt auf knapp 3500m Höhe haben wir einen Zwischenstopp von 3 Tagen gemacht, weil wir eigentlich den Machupichu besichtigen wollten. Aber was das kosten sollte hat uns dann wirklich den Boden unter den Füßen weggerissen! 180€ pro Person für eine Tagestour! Davon kann man hier in Südamerika mehrere Wochen leben. Somit hat unsere ohnehin schon angeschlagene Reisekasse uns einen Strich durch die Rechnung gemacht...
Im Endeffekt war es auch nicht sehr schlimm, die ersten Tage haben wir uns von der Busfahrt erholt und dann wurde Clemens von Sommergrippe überfallen. Die Innenstadt haben wir uns dann doch angeschaut und ein paar schöne Gebäude gesehen.

Juhu, doch etwas braun geworden ;)

 

Auf dem Weg nach Bolivien haben wir aus o.g. Reisekrankheitsgründen einen weiteren Zwischenstopp in Peru eingeplant, nämlich das kleine Bergdörfchen Puno am Titicacasee. Das liegt auf 3800 Höhenmetern und man hat das ziemlich gemerkt... Puh, da war man schon aus der Puste vom im Bett umdrehen!
Viel Zeit hatten wir dort nicht und so haben wir in 2 Tagen das Dörfchen erkundet, waren am Titicacasee und haben Empanadas probiert (also Clemens) und für gut befunden. Direkt neben unserem Hostel war eine kleine, feine Bäckerei in der man allerhand Köstlichkeiten für ein paar Cent bekam. Wir lieben Südamerika ;)

Auf dem Weg nach La Paz, Bolivien haben wir noch mehr schöne Bilder vom Titicacasee machen können, wir sind nämlich durch Copacabana gefahren.

Copacabana

Das Beste an der Fahrt war, dass wir mit unserem Bus einen kleinen See überqueren mussten. Dafür mussten alle Passagiere aus dem Bus raus und er wurde auf ein Fahrzeugfloß mit einem Außenboarder gefahren! Wir wurden mit einem kleinen Passagierboot über den Fluss gebracht.

Und dann, kurz vor La Paz, ein altbekannter Anblick:

Schnee!

In La Paz haben wir nur eine Nacht verbracht und sind dann weiter nach Sucre, um Anna (ihren Blog findet ihr hier: anna-ijfd-bolivien.auslandsblog.de) zu besuchen!

Bis bald,

Clemens und Nadine

15März
2014

Way back home

Ja ein paar Neuigkeiten haben wir zu berichten: Der Flug nach Hause ist gebucht! 

Am 14. Juni 2014 um 5.50 Uhr morgens setzen wir unsere Füße wieder auf deutschen Boden!

Aufkomende Freude bitte zügeln,  das sind noch knapp 3 Monate. ;)

Ps. Corinna: Du darfst dich freuen, bin am Musikfest wieder da und wahrscheinlich auch einsazbereit :)

Hasta luego

10März
2014

Sonne, Strand und Meer

Ja, wer es auf Facebook oder sonst wie noch nicht mitbekommen hat: Wir sind im warmen Südamerika, genauer gesagt in Lima, Peru gelandet. Und haben erstmal Urlaub gemacht. Nach über 3 Monaten Kälte und Schnee (und hier betone ich gerne, dass der Winter der härteste Winter seit 20 Jahre in Kanada war), tat uns Sonne und Wärme wirklich gut. Woran man sich allerdings gewöhnen muss: die billigen Preise im Supermarkt und Hostel. Von den Wochenpreisen pro Person, die man in Nordamerika im Hostel bezahlt, können wir hier zu zweit 3 Wochen leben.

Aber kein großes Geschwätz, wir haben es uns trotz Sonnenbrand (ja das passiert als Kalkleiste) gut gehen lassen. Und aus der geplanten Woche sind dann spontan 2 geworden. Von Lima haben wir nicht viel gesehen außer unserem Stadtteil Miraflores (übrigens eine der sichersten Gegenden in Lima) und den Strand.

Die Hostelküche hatte nicht gerade ansprechendes Equipment, weswegen wir uns fast die ganze Zeit von Ciabatta-Baguette, Wurst! und Käse! ernährt haben. Aber wir konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen, auch mal was typisch peruanisches zu essen (ok, Clemens hat was peruanisches gegessen, ich blieb bei Pizza).
Wer errät, was das auf dem Bild sein könnte?

Viele Bilder sind es leider nicht geworden, da wir nur selten mit Kamera oder Handy das Hostel verlassen haben.
Wir befinden uns gerade auf unserer Reise durch Peru in Richtung La Paz, Bolivien. Ihr dürft also gespannt sein!

Bis bald!

Kleiner Nachtrag:

Woran erkennt man die Touristen in Lima? Sie laufen bei 26 Grad im Schatten und Sonne in kurzen Sommerkleidchen, Shorts, Tops und Flip-Flops rum. Ja, das klingt vernünftig. Die Einheimischen aber: lange Hosen, lange Oberteille, Regenjacken (WTF?) und mindestens 70% der weiblichen Einheimischen stöckeln in hohen Schuhen durch die Stadt. Gut, das müssen sie vielleicht auch, wenn man bedenkt, dass die meisten trotz der hohen Absätze noch kleiner sind als ich (Check, endlich mal ein Land, in dem ich mich wohlfühle!).

05März
2014

Ziel 5: Niagara Falls

Heute wird mal nicht so viel geredet, die Bilder sind auch viel interessanter in dem Fall :)

Wir haben die Fälle von der amerikanischen Seite besucht, es war trotzdem sehr beeindruckend das zu sehen. Da im Winter die Bootsfahrten und Touren natürlich alle geschlossen haben, kann man sie halt nur vom Besucher-Park aus anschauen. Ihr glaubt nicht, wie windig es dort war!!

 

 

So haben wir den letzten Tag in Schnee und Kälte verbracht!

21Februar
2014

Ziel 4: New York City - Teil 2

So, ich hoffe ihr habt unseren ersten Teil von unserem New-York-Bericht gut verdaut und seid bereit für Teil 2! (Keine Angst, er wird nicht mehr so lange wie der erste, versprochen!)

Tag 4:

Am Montag morgen, als wir aufgewacht sind konnten wir unseren Augen nicht trauen: allerschönster Sonnenschein. Und für so einen Tag hatten wir natürlich auch Verwendung.
2 Tage zuvor bin ich auf einen Rabattcode für die Aussichtsform des Rockefeller Center gefunden und musste das natürlich auch sofort buchen! So konnten wir 10$ sparen und trotzdem den wunderschönen Ausblick auf den Central Park und die umliegenden Stadtteile genießen.

Im Norden der Central Park (und die Bronx im Nordosten):

Im Osten der Blick auf Queens:

Im Südosten 'unser' Stadtteil Brooklyn mit der Manhattan Bridge.

Einen wunderschönen Blick hat man südwärts natürlich auf das Empire State Building. Normalerweise steht ja nichts zwischen uns, aber für das ESB machen wir da mal ne klitzekleine Ausnahme ;)

Weiter gehts im Westen mit einem schönen Blick auf den Hudson River und das Festland :)

Außer uns waren natürlich noch mehr Touristen da, aber ich glaube im Sommer findet man da keinen Winkel mehr zum Fotos machen... Ärgerlich war nur, dass auf 2 Etagen die Westseite gesperrt war, weil die dort ein Set für ein U2-Konzert aufgebaut hatten, das am Abend für eine Late Show dort übertragen werden sollte! Aargh, da wäre ich ja so gerne dabei gewesen, denn man hatte auf den abgesperrten Bereich eine mega Sicht. Hab mir dann stattdessen das Video auf Youtube geschaut, wen es interessiert bitte hier entlang:
http://www.youtube.com/watch?v=hJmZNuXuUSQ

Gegen Mittag waren wir dann wieder unten. Wie ich ja bereits einmal erwähnte, muss man in New York auf Spurensuche der Lieblingsserien/-filme. Tja, und was fällt uns da außer Sex and the City noch ein? Richtig, Gossip Girl.
Also sind wir mit der Subway bis ans andere Ende des Central Parks gefahren und die Fifth Avenue, die das Zentrum der sogenannten Upper East Side ausmacht, entlang geschlendert. Bei Sonne und warmen Temperaturen ein absoluter Traum! Man würde nicht meinen, mitten in Manhattan zu sein, denn die Straßen waren ruhig und es waren fast keine Menschen unterwegs. Da es immer was zu gucken, fotografieren und staunen gab, hat man die Weglänge von mehr als 50 Blocks auch gar nicht mehr gemerkt. Die Häuser entlang der Upper East Side sind sehr edel und meist stehen davor Limousinen, Bodyguards und Doormen, denn sie ist der gehobenste Teil Manhattans und für eine Wohnung auf der Ostseite am Central Park muss man das nötige Kleingeld haben. Hier findet man zudem ein Museum nach dem anderen, die sogenannte Museum Mile.

Dazwischen noch einen gigantischen Blick auf den Reservoir-See im Central Park und die Upper West Side:

Zum Abschluss des Central Parks das berühmte Plaza-Hotel.

Auf dem Platz und in den Shopping-Straßen war ganz schön was los, denn Montag war Presidents Day und viele Geschäfte hatten Sonderrabatte, was natürlich viele Touristen in die Stadt lockte.
Ein paar Straßen weiter kommt man an der Grand Central Station vorbei. Ein beeindruckendes Gebäude! Man würde im Leben nicht darauf kommen, dass das ein Bahnhof ist...



Da unsere Füße dann schon ordentlich gequalmt haben, sind wir von dort in die Subway und an die Brooklyn Bridge gefahren. Eigentlich nur zum Bilder machen, wir wollten gar nicht drüber laufen, nur vielleicht bis zur Hälfte... Aber dann war man im Strom drin, selbst anhalten war nicht leicht, ohne von hinten überrannt zu werden. Und wir waren pünktlich zum Sonnenuntergang dort und das Licht war einfach nur traumhaft! 

Dann wieder ab nach Hause, Füße hochgelegt und entspannt.

Tag 5:

Was macht man an einem regnerischen Tag in New York? Mit der Subway vor der Tür zur Subwaystation eines beliebigen Museums fahren und in Ruhe alles anschauen!
Wir haben vorher einen kleinen Abstecher zum Central Park gemacht, denn auf der Westseite befinden sich die Strawberry Fields (haben leider die schönen Beete nicht gesehen dank des Schnees), sowie ein Mosaikmemorial für John Lennon, das seine Frau Yoko Ono für ihn angelegt hat. Das Haus, vor dem der Musiker erschossen wurde befindet sich in unmittelbarer Nähe und Frau Ono lebt dort immer noch.



Unser ausgesuchtes Museum war natürlich das American Museum of Natural History, bekannt aus 'Nacht im Museum'. Ich kann aber gleich sagen: Für den Film wurde nur die Außenfassade des Museums benutzt, von innen ist es NICHT vergleichbar! Das war schon ein bisschen enttäuschend, aber als wir darüber hinweg waren, war es doch ziemlich interessant. Vor allem für Clemens, ich habe langsam von den ganzen Natur-Museen ordentlich die Nase voll (mich haben nur die Schildkröten wirklich interessiertCool).
Das Museum ist riesig und man kann bezahlen, was man möchte. So haben wir uns pro Person 7$ gespart. Es hat 4 Stockwerke, auf denen jede Menge geboten wird. Und es war die Hölle los... Wir haben auch gar nicht alles geschafft, obwohl wir knapp 6 Stunden drin waren. Clemens hatte die Kamera und insgesamt über 100 Bilder nur vom Museum gemacht ;) Ich stelle hier nur ein paar rein, wen es näher interessiert, darf sich gerne von Clemens alles genau erklären lassen, wenn wir wieder zuhause sind (Keine Beschwerden, ich musste das schließlich auch über mich ergehen lassen!).

Tag 6:

Der letzte Tag in New York. Um Mitternacht würde unser Bus nach Buffalo abfahren. Eigentlich standen auf der To-Do-Liste noch zig Punkte für den letzten Tag, aber es hat aus allen Kübeln geschüttet... Also haben wir unsere Sachen (mal wieder) eingepackt, die letzten Besorgungen gemacht, die Wohnung auf Vordermann gebracht und ein bisschen eingekauft. Wie schön es ist, bei strömendem Regen Badesachen zu kaufen, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen ;) Ja, richtig gehört, Badesachen! Wofür? Überraschung Zunge raus
Als das Wetter besser wurde, sind wir noch schnell zum Brooklyn Bridge Park gefahren, um ein letztes Mal einen Blick auf die (etwas vernebelte) Skyline von Manhattan zu werfen und uns zu verabschieden.

Noch einen letzten Blick aus dem Fenster auf die beleuchtete Stadt, einen (oder zwei) letzten der weltbesten Donuts (nein, weder Tim Hortons noch Dunkin Donuts, sondern der Double Chocolate von Pathmark, dem Einkaufsladen um die Ecke, den wir erst am vierten Tag gefunden haben...) und dann sind wir mit der Subway zum Busbahnhof gefahren. Nachdem wir dort ein bisschen rumgeirrt sind, hat uns ein netter Mensch darauf aufmerksam gemacht, dass wir am falschen Ort sind... Kurz vor knapp sind wir dann doch noch angekommen und konnten in den relativ bequemen Bus einsteigen.

Das war unsere letzte Woche in Nordamerika. Es folgen noch die Niagara-Fälle und dann geht es auf ins Warme ;)

18Februar
2014

Ziel 4: New York City - Teil 1

Hallöchen, wir mal wieder!

Könnte lang werden, wir haben viel erlebt die letzen Tage. Wen das ganze Vorgeplänkel mit der Anreise nicht interessiert, bitte unten ab Tag 1 weiterlesen. Viel Vergnügen!

Edit: Dass es jetzt doch ziemlich lange geworden ist, bitte ich mir nachzusehen. Es gibt einfach zu viele schöne Sachen hier zu sehen und die Tage sind ziemlich ausgefüllt ;) Außerdem ist das eine gute Erinnerung für uns. Um das Ganze abzukürzen für die, die meine Text- und Bilderflut wirklich nicht interessiert: I LOVE NY!

Anreise

Von Montréal aus hatten wir einen Greyhound über Nacht nach New York gebucht, der um Mitternacht losfahren sollte und wir am nächsten Morgen in New York sein sollten. Der Couchsurfer, bei dem wir die Woche verbringen, verlässt zwar früh morgens das Haus, wenn der Greyhound pünktlich gewesen wäre, hätten wir das noch locker schaffen können. Soweit der Plan. Wäre ja aber viel zu einfach gewesen.
Am Busterminal angekommen und die Tickets geholt. Der Typ nuschelt da was vor sich hin, aber dem habe ich keine weitere Beachtung geschenkt. War französisch :D
Erst der Blick auf die Tickets hat mich kurz mal ins Wachkoma versetzt. Denn statt 23.45 Uhr stand da 7.45 Uhr am nächsten Morgen!

Ich so: Hey, why is the time on our ticket 7.45?
Er so: nuscheltheweathernuschelsnowstormnuschelnobussestonightnuschelnotsureiftherewillbeabustomorrow
Ich so: And why didn't we get an email or a phone call? We have no place to stay for tonight, so we have to wait here! We didn't know that!!
Er so: I told you before!
Ich so: WHAT??

Erstmal Gepäck abstellen und durchatmen. Tatsächlich sind aufgrund eines angekündigten Schneesturmes in New York alle Busse für die Nacht gestrichen. Versuchen, ruhig zu bleiben, die am Schalter können ja auch nichts dafür. Da wir halt aber schon um 20 Uhr dort ankamen, sollten wir fast 12 Stunden in einer kalten Wartehalle mit unbequemen Sitzen rumbringen. Not cool!
Nach einer kurzen Facebook-Befragung (da gibt es extra ne Work-and-Travel-Gruppe), haben wir herausgefunden, dass die Züge trotz des Wetters fahren sollten. Den hatten wir nicht gebucht, weil er 2 Stunden länger braucht als der Bus. 2 Stunden später wurde durchgesagt, dass auch die Busse am Morgen abgesagt wurden. Der nächste Bus würde um 17.45 Uhr am Abend fahren, aber auch noch nicht sicher! Nachts um 2 Uhr würden wir dann in New York ankommen. Da ich das leider gar nicht lustig fand, habe ich am Schalter die Tickets gecancelled und das Geld zurückgefordert, was zum Glück auch ohne weitere Probleme funktionierte. Leider konnte man vom Internet des Busterminals nicht auf die Zugseite zugreifen, die hatten das einfach gesperrt. Die Rettung war dann Marcel, der via Skype von Australien aus unsere Zugkarten für den nächsten Morgen, 9.30 Uhr buchte. Wir haben sogar 25$ gegenüber dem Greyhound gespart!! Nach einer schlaflosen Nacht haben wir uns morgens um 6 Uhr zum 2 km entfernten Bahnhof aufgemacht und dort hat zum Glück dann auch alles geklappt (bis aufs Frühstück, da der Subway einfach geschlossen blieb...)
Falls das jemand liest, der selbst vorhat den Weg zu machen:
NEHMT DEN ZUG! Man hat super viel Platz, Steckdosen, manchmal sogar Wifi und der Grenzübergang dauert zwar etwas länger, ist aber total unkompliziert. Man muss einige Fragen beantworten, 2 Zettel ausfüllen und 6$ bezahlen. Bei manchen haben sie die Koffer durchsucht, aber wir sind drum rum gekommen (hatten es aber auch nicht drauf angelegt, sprich: keine Lebensmittel und keine verbotenen Waren eingeführt). Was leider dazu geführt hat, dass wir den ganzen Tag nichts gegessen haben. Ich wäre ja gerne ins Bordcafe, die Öffnungszeiten haben wir aber irgendwie verschlafen...

So, weiter gehts. Aufgrund der starken Schneestürme hatte der Zug drei Stunden Verspätung. Aber darauf kams dann auch nicht mehr an, der ganze Trip hat uns einen ganzen Tag in New York gekostet. So sind wir um 23 Uhr, nach 48 Stunden ohne richtigen Schlaf (die 5 Stunden im Zug zählen nicht wirklich, das war eher ein Dösen), mit Mägen bis zum Boden hängend und insgesamt mehr als 16 Stunden Verspätung in der Penn Station, New York angekommen. Den nächsten Pizza-Stand angesteuert, sah die Welt dann ein kleines bisschen besser aus. Aber: wir hatten überhaupt keinen Plan, wie wir zum Couchsurfer kommen sollten und die Beschilderung ist für einen Frischling ziemlich verwirrend. Zum Glück habe ich im Vorfeld ein bisschen Internet-Recherche betätigt und wir haben uns gleich eine Metro-Card für 7 Tage gekauft. Damit kann man 7 Tage lang unbegrenzt Metro und Busse fahren. Super praktisch, wie wir inzwischen schon festgestellt haben. Wir haben uns dann irgendwie durchgeschlagen und sind um 1 Uhr morgens in Brooklyn bei unserem Couchsurfer angekommen! ENDLICH. Ich war noch nie so froh eine Couch zu sehen ;) Aber das Beste daran ist: Wir haben seine Wohnung (Brooklyn, direkt neben einer zentralen Subwaystation, 17. Stock mit Blick auf Manhattans Skyline, sehr schön und modern) die ganze Woche für uns alleine, denn er ist auf Geschäftsreise. Karma oder so ;)

Tag 1:

Aufgewacht bei schönstem Sonnenschein hat der Blick aus dem Fenster uns fast umgehauen!

Den Couchsurfer haben wir leider nicht richtig kennen gelernt, aber was nimmt man nicht alles in Kauf für eine Woche umsonst in einer schönen Wohnung in New York! ;)
Zum Frühstück haben wir uns ein herzhaftes Sandwich im Laden neben der Eingangstür geholt und sind dann gleich mit der Metro zum Times Square gefahren. Dazu muss ich kurz sagen: Wir hatten nichts geplant, da wir uns ja nicht auskannten und sind dementsprechend planlos durch die Gegend gelaufen. Die Touristeninformation am Times Square war auch nicht aufzufinden. Ich kann nur jedem raten, dass man sich vorher einen Plan macht, was man sehen möchte. Sonst artet das vielleicht etwas aus ;)

Viele Menschen, dazwischen viel Verkehr, viele Shops, Musik und überall blinkt es. Reizüberflutung pur! Aber unglaublich, das mal in echt zu sehen. Hat sich ziemlich surreal angefühlt.

Ah, eine Menschenanhäufung und ein Mann, der in ein Mikrofon spricht. Mal gucken:

Klar, ne Hochzeit am Valentinstag am Times Square. Sowas geht auch nur hier ;)

Um etwas runter zu kommen, wollten wir danach gleich in den Central Park. Problem nur, Nadine hat sich am Morgen bei Sonnenschein nicht viel gedacht und die normalen Stiefel ohne Profil angezogen. Die Straßen sind zwar weitgehend geräumt, auf den Fußwegen rutscht man aber trotzdem und an den Ampelübergängen steht das Wasser bis zu 30 cm. Der Central Park war auch nicht wirklich freigeräumt, also ging es erstmal wieder die 30 Minuten nach Hause zurück zum Schuhwechsel und dann wieder 30 Minuten zurück zum Central Park. So bekommt man auch Zeit rum ;) Die New Yorker sind da relativ schmerzfrei, bei dem Wetter werden halt Boots, Overknee-Stiefel und Gummistiefel in den tollsten Farben rausgekramt.
Der Central Park ist riesig und wunderschön, er liegt mitten in Manhattan und erstreckt sich über fast 50 Blocks. Wir sind knapp 2 Stunden herumspaziert und hatten gerade mal etwa 20 Blocks geschafft. Rechts und links und hinter einem ragen die Hochhäuser der Stadt über den Bäumen, die Stadt ist so nahe und trotzdem hört man vom Stadtlärm fast gar nichts mehr und man kann richtig entspannen.

Eichhörnchen füttern muss natürlich auch sein! Die sind Besucher gewöhnt und haben Clemens förmlich aus der Hand gefressen ;)

Beim Museum of Natural History sind wir mit der Subway wieder zurück in die Stadt gefahren. Das schauen wir uns die nächsten Tage bei schlechterem Wetter an. Zur Stärkung haben wir an einem der Stände einen Hotdog geholt. Natürlich an einem, auf dem keine Preise angegeben waren und so hat uns der Verkäufer angelächelt und gemeint:
"6$ please, special price!" Den Hotdog hätte ich ihm am liebsten sonst wo hin geschoben...

Über den Broadway

nochmal zum Times Square. Dort stand inzwischen alles im Zeichen des Valentintags mit roten Luftballons und Schnulzenliedern. Das nächste Bild muss ich euch noch zeigen, schließlich hat es einen Dollar gekostet. Ich wollte eigentlich kein Bild machen, aber die ist ganz frech in mich reingelaufen und hat mich einfach an meiner Kamera-Tasche festgehalten! Was hab ich mich aufgeregt...

Am späten Nachmittag, mit vielen Eindrücken sind wir zurück gefahren um alles erst mal zu verarbeiten. Noch schnell was zum Abendessen gekocht und dann den Tag vor dem Fernseher ausklingen lassen. Nebenbei haben wir noch den nächsten Tag geplant und ich musste die ganze Zeit verliebt aus dem Fenster schauen. Die Skyline ist einfach zu schön. Sieht bei Nacht übrigens auch sehr eindrucksvoll aus:

 

Tag 2:

Der zweite Tag war nicht ganz so planlos und wir haben viel sehen können. Leider leider hat das Wetter nicht mitgespielt und es hat geschneit... Aber uns Kanadier bringt so ein bisschen Schneefall natürlich nicht aus der Ruhe. Bei 0 Grad war es sogar ziemlich warm, also raus und ab in den Financial District, wo das Geld vergraben liegt. Ok, vielleicht nicht vergraben, es war ziemlich offensichtlich, wofür das Geld investiert wurde.

Das sieht man schon an den Gebäuden, die wirklich schön sind. Generell ist hier alles sehr nobel. Der McDonalds um die Ecke hat sogar einen Piano-Man und einen Platzanweiser. Alles erstrahlt in schönstem Gold, was sich natürlich gut gegen das allgegenwärtige Grau abhebt.

Direkt gegenüber vom Trump Building befindet sich das legendäre Schmuckgeschäft Tiffany & Co. Die Mauern vor den Schaufenstern waren zu hoch für mich, sonst hätte ich gerne mal einen Blick reingewagt. ;)

2 Meter weiter die Federal Hall, aus der Zeit als New York noch die Hauptstadt der USA war

und die New York Stock Exchange, die größte Wertpapierbörse der Welt. Am Samstag war da halt leider nichts los, aber interessant war es trotzdem :)

Am Ende der Straße die Trinity Church, bekannt aus 'Das Vermächtnis der Tempelritter'.

Um die Ecke befinden sich die traurigen Überreste des Ground Zero. Wir haben nur Bilder von außen gemacht, da Schneefall, Kälte und eine unglaublich lange Schlange vor dem Eingang des Visitor Center uns davon abhielten, hineinzugehen. Vielleicht schaffen wir es diese Woche mal noch das 9/11-Memorial anzuschauen.

Da fehlt was... Dahinter befindet sich das Memorial

Durch den Battery-Park hinter dem Memorial sind wir Richtung Chinatown aufgebrochen. Davor aber war im leichten Nebelgrau noch die Statue of Liberty auszumachen.

In Chinatown angekommen fühlt man sich halt wirklich wie in China. Die New Yorker Chinatown ist die größte chinesische Gemeinde in Nordamerika und sie erstreckt sich bestimmt auch über 4 Häuserblöcke. Wahnsinn, wie es da zugeht. Viele Menschen auf den Straßen, überall verschnörkelte Banner in Rot, weiß und schwarz. Die meisten sprechen kein Englisch und so schallt einem von jeder Seite chinesisch entgegen. Auch die Schriftzeichen sind alle auf chinesisch. Wir haben in einem der zahlreichen Restaurants gegessen. Aber man kann auch unglaublich viel Kitsch in Kramläden kaufen oder Obst, Gemüse und frischen Fisch direkt am Straßenrand.

Läuft man einmal um die Ecke, steht man dann plötzlich in Italien, genannt Little Italy. Da hab ich mich ja gleich zuhause gefühlt ;) Ein Ristorante nach dem anderen, Pizza, Pasta und Vino in der ganzen Straße!

Da es noch nicht kalt genug war, sind wir einfach ein bisschen weiterspaziert und im East Village gelandet, was früher einmal Little Germany war. Als Überreste aus der Zeit sind ein paar Biergärten geblieben und wir haben ein Paulaner Brauhaus gesehen ;)

DANN war uns aber irgendwann zu kalt und als wir an der NYU vorbeigekommen sind, ist der Schnee stärker geworden und wir haben uns dazu entschieden zurück zu fahren. Es war auch so lange und anstrengend genug. Aber es gibt auch soo viel zu sehen und eigentlich möchte man ja überall gewesen sein.

Tag 3:

Am Sonntag morgen aufgewacht, haben wir festgestellt, dass es draußen wirklich ein bisschen sonnig ist. Wir haben uns trotzdem warm angezogen. Erstens kann man dem Wetter nicht wirklich trauen und zweitens wollten wir die kostenlose! Fähre nach Staten Island nehmen, mit der man wirklich nahe an 'Miss Libby' vorbeifährt. Dazu hat man bei der Abfahrt auch einen unglaublich schönen Blick auf die Skyline Manhattans. Während Clemens Bilder gemacht hat, stand ich einfach unglaublich geflasht an der Reling und hab diese Stadt angestarrt.
Aber die Bilder sprechen auch für sich:

Statue of Liberty, die wir uns irgendwie größer vorgestellt haben...

Auf Staten Island habe ich nichts interessantes gefunden, womit wir uns die Zeit vertreiben konnten, also sind wir postwendend mit der nächsten Fähre wieder zurück nach Manhattan gefahren. Wie so ungefähr 98% aller anderen Mitreisenden auch ;) Das ist eine richtige Touri-Tour, war aber wahnsinnig schön!

Was man als Touri auch unbedingt machen muss: die Schauplätze der Lieblingsserien besuchen. Sex and the City zählt zwar nicht dazu, aber ihr wisst schon, Mainstream und so. Also schön brav mit Clemens ins West Village gedackelt, ein Foto gemacht (leider darf man nicht mehr auf die Stufen sitzen, da die Bewohner ganz schön genervt waren von sämtlichen weiblichen Carrie-Fans, die ihre Treppe belagerten) und dann weiter zum Apple Store (als Belohnung) :D

Da wir eine Metro-Card mit unlimited rides für 7 Tage gekauft haben, kann man damit nicht nur so viel Subway und Busse fahren, wie man möchte, sondern auch mit einer Schwebebahn nach Roosevelt Island. Im Sommer kann man da ja ganz schön im Park entlang laufen, aber für uns war es dann zu kalt und wir sind wieder mit der nächsten Gondel zurückgefahren.

Nach einer kleinen Stärkung unterwegs ging es dann wegen akuter Laufmüdigkeit zurück nach Brooklyn ins Apartment! Nach 3 Tagen hat man sich den New Yorker Stechschritt angewöhnt, um nicht umgerannt zu werden. Stehen bleiben geht auch nicht, ohne vorher nach hinten zu schauen und dann dezent in einer geschützten Ecke anhalten. Go with the flow, heißt die Devise. Gut, dass ich den aus Grundschulzeiten angewöhnten Stechschritt schnell wieder antrainiert hatte. Gelernt ist gelernt ;)

Daran habt ihr wohl eine Weile zu lesen gehabt, aber bald geht es weiter, versprochen! :)

16Februar
2014

Ziel 3: Montréal

In Montréal haben wir insgesamt 6 Tage gehabt, allerdings verteilt auf 2 Couchsurfer, was aber zum Glück gut geklappt hat.

Zuerst einmal haben wir den Mont Royal bestiegen. Der befindet sich so irgendwie mitten in der Stadt. Naja, das haben beide Couchsurfer auch von ihren Wohnungen gesagt und trotzdem sind wir jedes Mal so 6 km gelaufen, bis wir irgendwas erreicht hatten...
Solange man auch die Geräuschkulisse der Großstadt hört, sobald man den Mont Royal betritt herrscht angenehme Stille. Da es frisch geschneit hat, haben wir uns wie im Winter Wonderland gefühlt.

Nach 4 km Fußmarsch erst mal abkühlen und alle viere von sich strecken.

Aber wir sind dann natürlich doch noch ein bisschen den Berg raufgelaufen. Und haben Eichhörnchen beobachtet. Die waren kein bisschen scheu und mir ist sogar eins am Bein hoch gesprungen. Wirklich knuffig :)

6 Tage waren für unseren Geschmack etwas zu viel, denn so wahnsinnig viel kann man in Montréal zur Winterzeit jetzt auch nicht machen. So haben wir nicht jeden Tag was spannendes gemacht, sondern sind einfach nur spazieren gewesen, bis uns kalt genug war.

Wir waren am Hafen

und in der Altstadt

 

mit der berühmten Notre-Dame-Basilica

und in einem großen Park mit einem Stadion und dem Olympia-Stadion.

Von dort aus hatte man eine schöne Sicht auf Montréal und auch der Sonnenuntergang war traumhaft.

Montréal war schön, hat uns aber nicht aus den Socken gehauen. Immerhin haben wir so ein bisschen was von dem französischen Teil Kanadas mitbekommen. Dazu muss man sagen, dass außerhalb Montréals fast niemand mehr Englisch spricht, das Französisch aber wirklich seeehr gewöhnungsbedürftig ist. Man braucht mit Sicherheit mehr als 6 Tage um das zu verstehen. Wer hier französisch erwartet, sollte das lieber gleich mal wieder vergessen. Wenn wir versucht haben auf französisch was zu sagen (der gute Wille zählt schließlich), haben die meisten gleich auf Englisch geantwortet :D

So, das wars für heute mal. Morgen kommt dann Teil 1 unserer Zeit in New York City!

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.